Landschaftspflege erhält wertvolle Biotope wie Streuobstwiesen, Wacholderheiden, Trockenrasen und Feuchtwiesen, erfordert jedoch viel Arbeit und oft hohe Kosten.
Die Umweltstiftung unterstützt Naturschutzverbände und -vereine beim Kauf von Geräten wie Freischneidern, Motorsägen, Mähmaschinen oder Hochentastern.
2006 und 2007 richtete der Landesnaturschutzverband in sechs Landkreisen Maschinenringe mit Spezialgeräten ein, finanziert von der Umweltstiftung mit rund 70.000 €. Die Ausstattung umfasste u. a. Balkenmäher, Motorsensen und Anhänger, die Naturschutzgruppen kostenlos ausleihen können.
2007 erhielt das Freilichtmuseum Beuren vom Landratsamt Esslingen und der Umweltstiftung eine Obstauflesemaschine im Wert von 6.300 €. Damit kann die Ernte der rund 350 Obstbäume – bis zu 50 Tonnen jährlich – vollständig genutzt werden, statt teilweise zu verrotten.
Ein prägendes Merkmal der Stuttgarter Gegend sind die Weinberge entlang des Neckars. Wegen der steilen Hänge konnten sie früher nur durch Terrassenbau bewirtschaftet werden. Die Trockenmauern zur Befestigung erleichterten nicht nur die Arbeit, sondern bieten auch Lebensraum für teils seltene Tier- und Pflanzenarten.
Um die noch vorhandenen kulturhistorisch und ökologisch wertvollen Trockenmauern zu erhalten, gibt es zahlreiche Projekte. Da Reparaturen aufwendig sind und Fachwissen erfordern, unterstützt die Umweltstiftung solche Vorhaben.
Ein gefördertes Projekt war 2009 die Sanierung der letzten bewirtschafteten Terrassenweinberge im Remstal. Die Allmende Stetten e.V. und das Weingut Beurer legten unterhalb der Y-Burg in Stetten einen Museumswengert an. Dabei wurden Trockenmauern saniert, 13 historische Rebsorten gepflanzt und mit traditionellen Methoden bewirtschaftet. Infotafeln erläutern Trockenmauern, Flora und Fauna sowie das Projekt. Die Umweltstiftung förderte die Tafeln und den Museumswengert mit 6.000 €.
Vereine wie der Schwäbische Heimatbund und NABU bieten regelmäßig Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche zu Natur- und Umweltschutz an. In Exkursionen und Workshops lernen sie die Natur praktisch kennen. Die Umweltstiftung fördert diese Aktivitäten.
Ein Beispiel ist das internationale Workcamp, das der Schwäbische Heimatbund und Service Civil International organisieren. Junge Ehrenamtliche aus verschiedenen Ländern pflegen im Naturschutzgebiet „Hirschauer Berg“ bei Tübingen ehemalige
Weinberge, entfernen Gebüsche und Robinien und reparieren Trockenmauern. Unterkunft und Verpflegung übernimmt der Heimatbund, außerdem gibt es Freizeitangebote. Die Umweltstiftung unterstützte das Camp von 1999 bis 2003 mit rund 4.000 €.